Bayer HealthCare / Die Finalisten des Aspirin Sozialpreises 2011

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12.05.2011 Hilfe, die wirkt:

Die Finalisten des Aspirin Sozialpreises 2011

Vorstellung der besten zehn Projekte aus 152 Bewerbungen / Bayer Cares Foundation ehrt innovative sozialmedizinische Projekte mit Modellcharakter

Das Projekt „Allergien und Schule – was juckt mich das?“ der Bielefelder Bürgerstiftung informiert und sensibilisiert vor allem Nicht-Betroffene für den Umgang mit Allergien in der Schule. Konkret richtet es sich an Schüler, Eltern und Lehrer. So erleichtert es Schülern mit Allergien die Alltagsbewältigung.

Berlin, 12. Mai 2011 – Zehn Projekte aus bundesweit 152 Bewerbungen sind für die Endausscheidung zum Aspirin Sozialpreis 2011 nominiert. Schlüsselkriterien für die Auswahl der Finalisten waren der innovative Modellcharakter, die nachhaltige Wirkung und ein professionelles Projektmanagement. Drei Projekte, die es in die Endausscheidung geschafft haben, erhalten heute den Aspirin Sozialpreis 2011. Die Auswahl der Sieger hat der unabhängige Stiftungsrat der Bayer Cares Foundation getroffen. Zusätzlich wird ein per Online-Voting ermittelter Publikumspreis vergeben. Der Aspirin Sozialpreis zeichnet gemeinnützige Sozialprojekte im Gesundheitsbereich aus und verfolgt das Ziel, Innovationen im Gesundheitswesen anzustoßen sowie deren vorbildliche Arbeit öffentlich bekannt zu machen.

Die zehn nominierten Projekte im Kurzportrait:

Allergie und Schule – was juckt mich das?
Bielefelder Bürgerstiftung
Aufklärung und Beratung über allergische Erkrankungen bei Kindern
Ort: Bielefeld
Aktionsradius: regional

Allergien gelten als eine Epidemie des 21. Jahrhunderts. Etwa 15 bis 20 Prozent der Kinder in Deutschland leiden an Asthma, Neurodermitis oder anderen allergischen Erkrankungen. „Allergie und Schule – was juckt mich das?“ ist ein Aufklärungsprogramm, das sich dem Thema auf besondere Art und Weise annimmt: Anstatt den Fokus nur auf die betroffenen Kinder zu richten, werden vor allem ihre gesunden Mitschüler, deren Eltern sowie die Lehrer über den Umgang mit Allergien im Schulalltag informiert. Die Folge ist ein neues von Toleranz, Verständnis und Anerkennung geprägtes Schulklima, das Schülerinnen und Schülern mit Allergien und Asthma eine deutlich angenehmere Alltagsbewältigung ermöglicht. Ins Leben gerufen wurde das Projekt 2007 von der Bielefelder Bürgerstiftung, dem Schulamt der Stadt und der Kinderklinik des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld. Ziel der Kooperationspartner ist es, Nicht-Betroffene über einen interaktiven Ansatz zu informieren und zu sensibilisieren. Damit will das Projekt zum Abbau von Vorurteilen und zu mehr Akzeptanz im Umgang mit allergiebetroffenen Kindern im Schulalltag beitragen.

Nach einer Pilotphase 2007 mit 16 Grundschulen wurde „Allergie und Schule – was juckt mich das?“ ab 2008 allen Bielefeldern Grundschulen angeboten. Das Programm setzt sich aus zwei Teilen zusammen: In einer 90-minütigen Unterrichtseinheit vermittelt eine Referentin der städtischen Kinderklinik Schülern der dritten Grundschulklasse Wissenswertes über Neurodermitis, Asthma, Heuschnupfen und andere allergische Krankheiten. Der Unterricht wird mittels verschiedener Methoden abwechslungsreich und spielerisch gestaltet und ermöglicht den Teilnehmern so einen völlig neuen Weg in der Auseinandersetzung mit dem Thema Allergien. Ergänzend veranstalten die Projektpartner einen Informationsabend für Lehrkräfte und Eltern. Rund die Hälfte aller Bielefelder Schüler des dritten Schuljahrgangs hat die Initiative in den vergangenen vier Jahren im Rahmen des Projekts erreicht – allein im Jahr 2010 waren es 1.600 Kinder. Die Kampagne wird wissenschaftlich begleitet und ausgewertet.

Mehr Informationen unter: www.bielefelder-buergerstiftung.de 

Dem Piepsen auf der Spur
Deutsches Zentrum für Musiktherapieforschung DZM e.V.
Musiktherapeutische Behandlung von Tinnitus-Erkrankten
Ort: Heidelberg
Aktionsradius: bundesweit

„Dem Piepsen auf der Spur“ ist ein Projekt des Deutschen Zentrums für Musiktherapieforschung (DZM), das sich an Menschen mit chronischem Tinnitus (Ohrgeräuschen) richtet. Seit 2004 bietet die Heidelberger Einrichtung den Betroffenen musiktherapeutische Behandlungen als einwöchige Einzeltherapie. Der Ansatz basiert auf neurowissenschaftlichen Grundlagen und ist in ein psychologisches Konzept eingebettet. Auf medikamentöse und technische Hilfsmittel wird grundsätzlich verzichtet. Ziele des DZM sind unter anderem, die Tinnitusbelastung der Patienten spürbar zu verringern, zur Stressbewältigung beizutragen und psychische Belastungen wie Schlaf- und Konzen-trationsstörungen zu reduzieren.

Mit derzeit rund 1,2 Millionen Betroffenen in Deutschland und einer jährlichen Zuwachsrate von circa 250.000 Patienten zählt Tinnitus zu den häufigsten Symptomen im Bereich der HNO-Medizin. Die Musiktherapie nach dem Heidelberger Modell ist nach Projektangaben derzeit die einzige Behandlungsform, die es den Patienten durch eine aktive Auseinandersetzung mit dem Tinnitusgeräusch ermöglicht, das Symptom direkt zu kontrollieren. Die Betroffenen lernen also nicht, die Ohrgeräusche zu tolerieren oder zu überhören. Ziel ist vielmehr, die dem Tinnitus zugrundeliegenden neurophysiologischen Prozesse zu korrigieren – bis hin zur Symptomauflösung. Jährlich erreicht das DZM rund 1.300 Betroffene. Mittelfristig ist geplant, das musiktherapeutische Behandlungskonzept für die Zielgruppen Senioren (60+) und Jugendliche anzupassen. Um eine flächendeckende Versorgung zu ermöglichen, soll zudem das Weiterbildungsnetzwerk ausgebaut werden.

Mehr Informationen unter: www.dzm-heidelberg.de

Frühgeborenen-Informations-Zentrum 
Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V.
Beratung und Aufklärung von Eltern mit frühgeborenen Kindern
Ort: Frankfurt am Main
Aktionsradius: bundesweit

Der Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ (BVDfK) mit seinem deutschlandweiten Netzwerk an Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen hat sich als zentrale Kontakt- und Vermittlungsstelle für Familien mit frühgeborenen Kindern etabliert. Seit 2003 leistet der BVDfK mit Informationsbroschüren, einer Hotline, Workshops, Fortbildungen und Öffentlichkeitsarbeit wichtige Unterstützungs- und Aufklärungsarbeit. In diesem Zusammenhang kommt dem „Frühgeborenen-Informations-Zentrum“ (FIZ) als zentrale Anlaufstelle des Bundesverbandes“ eine besondere Bedeutung zu. Hier arbeiten Eltern, die ehemals selbst betroffen waren und die sehr gut die Fragen und Nöte der Betroffenen kennen. Ziel des FIZ ist es, die medizinische Versorgung der Frühgeborenen zu verbessern, das Netzwerk auf Selbsthilfeebene konsequent auszubauen, Nachbetreuungsangebote und Förderkonzepte bis in das Schulalter umzusetzen und für eine psychosoziale Betreuung der Eltern in der Akutphase zu sorgen. Auf diese Weise wird eine lang bestehende Versorgungslücke im sozialmedizinischen Bereich geschlossen.

Seit 2008 initiiert der Verband zudem im zweijährigen Rhythmus das Forum „Das frühgeborene Kind”. Auf diese Weise wird der Austausch zwischen betroffenen Eltern sowie medizinischen, therapeutischen, pflegerischen und psychologischen Experten unterstützt. Darüber hinaus hat der Verband den Anspruch, politische Impulse zu setzen. Die Stärke und Innovationskraft des Verbandes liegt vor allem in seiner umfassenden Netzwerkarbeit. Mit ihrem breitgefächerten Beratungs- und Hilfsangebot erreicht die Organisation jährlich rund 60.000 Betroffene.

Mehr Informationen unter: www.fruehgeborene.de

Konfetti im Kopf – Demenz berührt mit vielen Gesichtern
VIA Verbund für Integrative Angebote Berlin gGmbH
Aufklärungskampagne über Demenz
Ort: Berlin
Aktionsradius: bundesweit

„Konfetti im Kopf“ ist eine bundesweit angelegte Aktion zum Thema Demenz, die zum Mitdenken und Mitmachen anregen will und in unterschiedlichen Städten umgesetzt wird. Im Oktober 2009 wurde die einzigartige Aktion am Pilotstandort Berlin erstmals realisiert. Im Mittelpunkt der Aktivierungskampagne steht eine Open-Air-Ausstellung mit sechs thematisch strukturierten Erlebnisinseln. Besucher können hier die Welt von Menschen mit Demenz kennenlernen. Ergänzt wird die Ausstellung von einem facettenreichen Rahmenprogramm aus Workshops, Konzerten, Lesungen, Vorträgen und unkonventionellen Stadtaktionen. Menschen mit Demenz werden in die konzeptionelle Vorbereitung der Aktion eingebunden. Zugleich sind sie auch als Teilnehmer von Workshops sowie als Besucher der Ausstellung angesprochen.

Die Aktion integriert prominente Botschafter, die auf das Thema Demenz aufmerksam machen. Ziel ist es, unterschiedliche Akteure aus der Demenzpflege unter dem Dach von „Konfetti im Kopf“ zusammenzuführen und den Integrationsgedanken offensiv und kreativ in die Öffentlichkeit zu tragen. Das außergewöhnliche Demenz-Projekt zeichnet sich vor allem durch die lebensbejahenden Fotos und Texte aus. „Konfetti im Kopf“ verkörpert dadurch einen neuen Weg im Umgang mit Demenz-Betroffenen und ihren Angehörigen. Darüber hinaus stellt es einen innovativen Lösungsansatz für eine der großen Herausforderungen im Gesundheitswesen dar.

Mehr Informationen unter: www.konfetti-im-kopf.de

MediMobil
Tafel Solingen e.V. & Ärztenetzwerk solimed
Medizinische Versorgung von Bedürftigen
Ort: Solingen
Aktionsradius: lokal

Seit 2007 engagiert sich die Tafel Solingen gemeinsam mit dem Solinger Ärztenetzwerk „solimed“ für eine niedrigschwellige medizinische Basisversorgung von bedürftigen und obdachlosen Menschen. Zwölf Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen übernehmen ehrenamtlich abwechselnd den Dienst im „MediMobil“. Das umgebaute Fahrzeug das von der Tafel Solingen gestellt wird, steuert einmal pro Woche die Treffpunkte und Schlafplätze von obdachlosen Menschen in Solingen an. Ziel des modellhaften Projekts ist es, bedürftigen Patienten medizinische Leistungen und Unterstützung zu bieten – unbürokratisch und jenseits der Gebührenordnung. Diese standortunabhängige Herangehensweise ist in dieser Form bundesweit einzigartig. Unterstützt werden die Ärzte dabei von Streetworkern und Mitarbeitern der Solinger Tafel.

Über die eigentliche medizinische Versorgung hinaus nutzen die Projektmitarbeiter die Patientenkontakte zudem, um über Themen wie Gesundheitsförderung und Familienentwicklung zu informieren und zu beraten. Dabei kann die Initiative auf ein gut organisiertes Netzwerk sozialer Einrichtungen zurückgreifen. Beispielsweise können Notfälle durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der flexiblen Erziehungshilfe der Wohlfahrtsverbände umgehend versorgt werden und auch Hebammen stehen zur Verfügung. Auf diese Weise bietet die Initiative einerseits schnelle Hilfe in akuten Notsituationen und sucht zugleich nach längerfristigen Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten für Bedürftige. Jährlich erreicht das Projekt „MediMobil“ rund 500 Betroffene. Mittelfristig hat sich die Initiative zum Ziel gesetzt, die medizinische Basisversorgung kontinuierlich auszubauen und ihre Hilfe auch Flüchtlingen und Asylanten anzubieten.

Mehr Informationen unter: www.solinger-tafel.de und www.solimed-ug.de

Muslimisches SeelsorgeTelefon (MuTeS)
Islamic Relief – Humanitäre Organisation in Deutschland e.V.
Telefonberatung für Menschen mit Migrationshintergrund
Ort: Berlin
Aktionsradius: bundesweit

Das Muslimische SeelsorgeTelefon (MuTeS) berät Muslime und Nicht-Muslime in Krisensituationen sowohl in deutsch und türkisch als auch in anderen Sprachen. Mit diesem Hilfsangebot überwinden die Projektmitarbeiter eine Verständigungsbarriere, die in der Vergangenheit ein großes Problem für seelsorgerische Angebote unter ethnischen Minderheiten darstellte. Denn in Krisensituationen greifen Menschen automatisch auf ihre Muttersprache zurück. Das 2009 gegründete und bundesweit erste Muslimische SeelsorgeTelefon ist ein multireligiöses Kooperationsprojekt. Die 55 ehrenamtlichen Helfer – zumeist mit Migrationshintergrund – leisten täglich von 8 bis 24 Uhr telefonische Beratungsarbeit. Träger ist die humanitäre Organisation Islamic Relief in Deutschland. Als Partner agieren der Caritasverband für das Erzbistum Berlin und das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Mit ihrem Hilfsangebot reagieren die Projektpartner auf den hohen Bedarf für Anlaufstellen auf anonymer Basis: Statistischen Angaben zufolge nehmen jährlich mehr als zwei Millionen Menschen allein die telefonischen Beratungs- und Seelsorgeangebote der beiden großen deutschen Kirchen in Anspruch. Um auch die Gruppe der über 50-Jährigen verstärkt anzusprechen, will MuTeS unter anderem die Präsenz in türkischsprachigen Medien gezielt ausbauen. Bisher erfolgt die Öffentlichkeitsansprache in erster Linie über das Internet. Für die kommenden Jahre plant die Berliner Einrichtung, eine E-Mail-Beratung sowie ein geschütztes Chat-Angebot zu etablieren. Das Team der ausgebildeten ehrenamtlichen Telefonseelsorger soll deshalb auf rund 120 Mitarbeiter erweitert werden.

Mehr Informationen unter: www.mutes.de

Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V.
Prävention und Beratung von Familien mit brandverletzten Kindern
Ort: Norderstedt
Aktionsradius: bundesweit

Jährlich werden deutschlandweit rund 30.000 Kinder mit Verbrennungen oder Verbrühungen medizinisch versorgt, davon 6.000 stationär. Für alle Betroffenen ist nicht nur die akute Situation direkt nach dem Unfall schwer zu überwinden – auch im Anschluss an die stationäre Behandlung sind viele Fragen offen. Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder schließt diese Versorgungslücke. 20 ehrenamtliche Mitarbeiter stehen den Familien in allen Phasen nach dem Unfall beratend zur Seite, bieten psychologische Unterstützung und sind Ansprechpartner für die Betroffenen. Charakteristisch für die Initiative ist der interdisziplinäre Ansatz: Durch die enge Zusammenarbeit mit Kinderärzten, Chirurgen, plastischen Chirurgen und Pädagogen entsteht ein facettenreiches und bundesweit einzigartiges Nachsorge- und Präventionsangebot. Primäres Ziel des 1993 gegründeten Norderstedter Vereins ist, für jedes brandverletzte Kind die bestmögliche Versorgung zu erreichen. Durch den Aufbau von Regionalgruppen, die Organisation von Treffen und Seminaren, sowie die Vernetzung von Familien leistet Paulinchen e.V. aktive Hilfe zur Selbsthilfe.

Neben der Betreuung betroffener Familien ist die Prävention ein zentrales Anliegen der Initiative. Mit regionalen Kampagnen in Berlin und Hamburg (u. a. „Sicher grillen ohne Spiritus“ oder „Brennende Neugier“) macht Paulinchen auf die Gefahren von Verbrennungen und Verbrühungen aufmerksam. Interessenten können sich zudem über die bundesweite, kostenlose Hotline telefonisch über Brandverletzungen informieren und beraten lassen. Rund 5.000 Menschen nehmen dieses Angebot jährlich wahr. Die Broschüre „Aktion Paulinchen – So schützen Sie Ihr Kind vor Verbrennungen und Verbrühungen“ wird seit 1997 regelmäßig aktualisiert und in einer Auflage von vier Millionen Stück an Familien mit Neugeborenen distribuiert. Der Verein hat den 7. Dezember 2010 erstmalig zum Tag des brandverletzten Kindes ausgerufen.

Mehr Informationen unter: www.paulinchen.de

Vergiss mich nicht 
Diakonisches Werk Berlin Stadtmitte e.V.
Patenschaften für Kinder von Suchtkranken  
Ort: Berlin
Aktionsradius: lokal

Mehr als 2,6 Millionen Kinder und Jugendliche leben in Familien mit suchtkranken Eltern. In diesen Familien dreht sich alles um den Süchtigen – für die Kinder bleibt kaum Zeit, Zuwendung und Aufmerksamkeit. Ihr Risiko, als Erwachsene selbst suchtkrank zu werden, ist sechsmal höher als bei Kindern aus nicht betroffenen Familien. Ihnen rechtzeitig zu helfen, ist jedoch schwer. Denn die Kinder lernen schon sehr früh, nach außen den Schein zu wahren und zu schweigen. Hier setzt das präventive Projekt „Vergiss mich nicht“ an.

Seit 2008 vermittelt das Diakonische Werk Berlin Stadtmitte Kindern und Jugendlichen aus Suchtfamilien Patenschaften, die ihnen einen langfristigen, stabilen Bezugspunkt bieten. Dabei versucht die Einrichtung, vor allem Menschen aus dem sozialen und familiären Umfeld des betroffenen Kindes für das Patenamt zu gewinnen. Die Paten und Patinnen treffen sich einmal pro Woche mit dem Kind. In dieser Zeit stehen nicht die Probleme zu Hause, sondern das Kind im Mittelpunkt. Die Einrichtung schult und begleitet ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter, bietet ihnen einen monatlichen Erfahrungsaustausch an und führt regelmäßig Supervisionen durch. Mit den suchtkranken Eltern werden zudem Gespräche über den Verlauf der Patenschaft geführt. „Vergiss mich nicht“ ist bundesweit das einzige Patenschaftsprojekt für Kinder suchtkranker Eltern.

Mehr Informationen unter: www.diakonie-stadtmitte.de

VITA e.V. Assistenzhunde
Betreuung und Therapie von körperlich behinderten Erwachsenen und Kindern durch Assistenzhunde
Ort: Hümmerich
Aktionsradius: bundesweit

Der rheinland-pfälzische Verein VITA e.V. stellt Erwachsenen und Kindern mit körperlicher Behinderung einen Assistenzhund zur Seite und verhilft ihnen auf diese Weise zu mehr Lebensqualität und Unabhängigkeit. Mit der Gründung des Vereins leistete Initiatorin Tatjana Kreidler Pionierarbeit in Deutschland. Die Diplom-Sozialpädagogin entwickelte eine eigene Methode – die so genannte Kreidler-Methode –, die Mensch und Hund zu echten Partnern macht. In einem rund zweijährigen, intensiven Training werden die VITA-Assistenzhunde zu praktischen Helfern im Alltag: Sie öffnen beispielsweise Türen, helfen beim Ausziehen der Kleidung oder holen im Notfall Hilfe. Zugleich sind sie „Medizin auf vier Pfoten“ und bewirken vor allem bei Kindern eine beeindruckende psychische, physische, soziale und kognitive Entwicklung.

Der bundesweit tätige Verein leistet durch seine Arbeit Hilfe zur Selbsthilfe und fördert die Eigenverantwortung der Kinder und Erwachsenen. Bis heute hat das Projektteam 25 Teams (Mensch und Hund), davon zwölf Kinderteams ausgebildet, die ein Hundeleben lang weiter betreut werden. VITA ist nach wie vor bundesweit der einzige Verein, der zur Ausbildung nach internationalen Standards akkreditiert ist und auch Kinderteams bildet. Langfristiges Ziel der Initiative ist, sich als Kompetenzzentrum zur Ausbildung von Assistenzhunden in Deutschland zu etablieren.

Mehr Informationen unter: www.vita-assistenzhunde.de

„Zu jung für Parkinson“
Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. Club U40 Pfalz
Aufklärung und Hilfe zur Selbsthilfe für junge Menschen mit Parkinson
Ort: Schneckenhausen
Aktionsradius: bundesweit

„Zu jung für Parkinson“ ist eine interaktive DVD, die vom Club U40 Pfalz der Deutschen Parkinson Vereinigung herausgegeben wird. Sie richtet sich speziell an junge Menschen mit Parkinson. Mit drei Filmbeiträgen (Infos und Fakten, Tipps und Strategien von Betroffenen zur Karriere mit Parkinson sowie einem Feature zu Parkinson in der Partnerschaft) will die 2009 gegründete Initiative aufklären und Betroffenen sowie deren Angehörigen Mut machen. Zudem zeigt sie Wege auf, wie sich mit der Krankheit ein aktives Leben führen lässt. Gleichzeitig möchten die Initiatoren mit der DVD auch Medizinern, Psychologen und Therapeuten ein Hilfsmittel an die Hand geben, um ihnen den Umgang mit Jungpatienten zu erleichtern.

Morbus Parkinson gilt auch heute noch als weitgehend unerforscht und wird in der Gesellschaft vor allem als „Alterskrankheit“ angesehen. Mindestens zehn Prozent der bundesweit rund 300.000 Betroffenen sind bei der Diagnosestellung jedoch unter 40 Jahre, manche sogar noch deutlich jünger. Für sie bedeutet die Diagnose nicht nur einen tiefen Einschnitt in ihrem Leben. Wer als junger Mensch an Parkinson erkrankt, wird zudem oft mit völlig anderen krankheitsbedingten Problemen konfrontiert als Senioren. Vor allem Aspekte von Partnerschaft und Familie sowie Karriere und Zukunftsplanung spielen in diesen Fällen eine große Rolle. Im Club U40 Pfalz haben sich junge Patienten zu einer Interessengemeinschaft und Selbsthilfegruppe zusammengefunden. Der Verein ermöglicht den Betroffenen, ihre spezifischen Probleme gemeinsam anzugehen, Erfahrungen auszutauschen und die Gesellschaft für das Thema zu sensibilisieren.

Mehr Informationen unter: www.parkinson-club-u40-pfalz.de 

Bayer Cares Foundation

Die „Bayer Cares Foundation“ ist neben der „Bayer Science & Education Foundation“ – der Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Bildung – die zweite Unternehmensstiftung der Bayer AG. Die 2007 ins Leben gerufene Sozial-Stiftung legt den Fokus auf die Förderung gesellschaftlicher Eigeninitiative. Neben der jährlichen Vergabe des „Aspirin Sozialpreises“ unterstützt sie soziale Projekte, in denen sich Mitarbeiter und Bürger im Umfeld der Bayer-Standorte ehrenamtlich engagieren. Darüber hinaus fördert die Stiftung langfristige Wiederaufbauprojekte für Menschen, die durch Naturkatastrophen in Not geraten sind.

Weitere Informationen unter www.aspirin-sozialpreis.de und www.bayer-stiftungen.de.

Mehr Informationen finden Sie unter www.bayer.de.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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